Kurz gesagt
Für «Die Besten 2026» von Hochparterre sind in der Kategorie Architektur 20 Bauten nominiert, die zwischen September 2025 und September 2026 in der Schweiz fertiggestellt wurden, darunter das Gewerbehaus Mach in Zürich, die Doldenhornhütte in Kandersteg und das Portail des nations in Genf. Die Publikumsabstimmung läuft bis 24. November 2026. Die Preisverleihung mit den Entscheiden der Fachjury unter der Leitung von Palle Petersen findet am 1. Dezember 2026 im Museum für Gestaltung Zürich statt.
Am 3. November 2026 hat Hochparterre die Nominierten für «Die Besten 2026» veröffentlicht. In der Kategorie Architektur stehen 20 Bauten zur Wahl, die zwischen September 2025 und September 2026 in der Schweiz fertiggestellt wurden. Die jährliche Auszeichnung der Zeitschrift umfasst zudem die Kategorien Landschaftsarchitektur und Design. Neben den Preisen der Fachjury gibt es einen separaten Publikumspreis, an dem alle nominierten Projekte teilnehmen. Die folgende Übersicht stützt sich auf die offizielle Abstimmungsseite von Hochparterre.
Welche Bauten sind für «Die Besten 2026» nominiert?
Die 20 Nominierten in der Kategorie Architektur, jeweils mit Ort und Büro:
- Gewerbehaus Mach, Zürich – Käferstein Meister + Ekinci
- Werk 2, Arbon TG – Schmidlin
- Piscine 10, Sitten VS – Mijong
- Neues Kaiserhaus, Bern – Aebi Vincent
- Umbau Hof Tobel, Obersaxen GR – Schneider Stoner
- Erweiterung Bossard Schule, Unterägeri ZG – Gut Deubelbeiss Nill (Schreibweise gemäss Abstimmungsseite)
- The Inverted Farm, Vuisternens-devant-Romont FR – Bard Yersin
- Doldenhornhütte, Kandersteg BE – Seiler Linhart
- Industriestrasse (Genossenschaftshäuser), Luzern – Rolf Mühlethaler, Toblergmür, Roeoesli & Maeder
- Erneuerung Ka-We-De, Bern – Kast Käppeli
- Erweiterung Appenzeller Alpenbitter, Appenzell AI – Lukas Imhof
- Wohnsiedlung Silvrettaweg, Zürich – Camponovo Baumgartner
- Wohncluster Grenzacherstrasse, Basel – Ackermann
- Umnutzung und Umbau Domino, Riehen BS – Salathé
- Wohnhaus Erlenmatt, Basel – EMI
- Renovation und Erweiterung Innenhofgebäude Bläsiring, Basel – Squadra, Heiner Dalcher
- Renovation Wohnhaus in Chailly, Lausanne VD – Bunq
- Portail des nations, Genf – Pictet Broillet
- Wohnüberbauung Actaris, Vernier GE – ACAU
- Wohnhaus Le Normandie, Genf – Brauen Wälchli
Wie kommt eine Nomination zustande?
Einsendeschluss war der 31. August 2026. Eingereicht werden konnte auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch. Die Vorauswahl in der Architektur fand am 9. September 2026 statt, am 26. und 27. September folgten die Jurybesuche vor Ort.
Die Nomination ist keine Rangierung, sondern das Ergebnis einer Vorschlagsrunde: Hochparterre und die vier externen Jurymitglieder schlagen aus den Einreichungen Projekte vor. Wie viele Vorschläge pro Person möglich sind, geben die Hochparterre-Texte zur Ausschreibung und zur Jury nicht einheitlich an.
Der Jury Architektur gehören Christine Binswanger (Herzog & de Meuron, Basel), Laurent Saurer (localarchitecture, Lausanne), Paula Sansano (Studio Sansano / affspace, Bern) und Tobias Furter (Architekturkollektiv Filiale / Lila Strauss, Luzern) an. Die Leitung hat Palle Petersen von Hochparterre. Die Fachjury entscheidet über die Hasen in Gold, Silber und Bronze. Wie viele Auszeichnungen pro Kategorie vergeben werden, geht aus den bisher publizierten Unterlagen nicht eindeutig hervor.
Damit unterscheidet sich «Die Besten» grundlegend von einem Wettbewerbsverfahren nach SIA 142. Dort beurteilt ein Preisgericht anonyme Projektvorschläge, bevor gebaut wird, und die Bauherrschaft vergibt auf dieser Grundlage in der Regel einen Planungsauftrag. Bei «Die Besten» würdigen Fachleute dagegen fertige Architektur im Rückblick, und zwar nach einer Besichtigung vor Ort.
Was verrät die Auswahl über die Schweizer Baukultur?
Eine Begründung der Jury liegt noch nicht vor. Die folgenden Beobachtungen beruhen auf einer redaktionellen Auswertung der Projekttitel. Sie sind keine Aussage der Jury.
Auffällig ist der hohe Anteil an Arbeiten im Bestand. Mindestens sieben Titel nennen ausdrücklich Umbau, Erneuerung, Renovation, Umnutzung oder Erweiterung. Die Spanne reicht vom Hof Tobel in Obersaxen über die Ka-We-De in Bern und das Domino in Riehen bis zum Wohnhaus in Lausanne-Chailly. Das passt zu einer Debatte, die Planende und Bauherrschaften zunehmend beschäftigt: Wer Bestehendes weiterbaut, spart graue Energie. Mit dem Ziel Netto-Null rückt der Umgang mit vorhandener Bausubstanz ins Zentrum der Entwurfsarbeit.
Ebenso prägend ist das Wohnen. Sieben Titel bezeichnen Wohnbauten. Dazu gehören die Genossenschaftshäuser an der Industriestrasse in Luzern, an denen drei Büros beteiligt sind, die Wohnsiedlung Silvrettaweg in Zürich, der Wohncluster an der Grenzacherstrasse in Basel und die Wohnüberbauung Actaris in Vernier. Angesichts der Wohnungsknappheit dürfte diese Gruppe auch über Fachkreise hinaus Interesse wecken.
Auch die Geografie lohnt einen Blick. Basel-Stadt stellt mit vier Projekten die meisten Nominierten: drei in Basel, eines in Riehen. Es folgen die Kantone Bern und Genf mit je drei sowie Zürich mit zwei Projekten. Je ein Projekt stammt aus den Kantonen Thurgau, Wallis, Graubünden, Zug, Freiburg, Luzern, Appenzell Innerrhoden und Waadt. Sechs der 20 Bauten stehen in der Romandie, das Tessin ist nicht vertreten. Nominiert werden können allerdings nur eingereichte Projekte. Die Verteilung lässt deshalb keine direkten Rückschlüsse auf die Qualität regionaler Architekturszenen zu.
Wie geht es bis zur Preisverleihung weiter?
Die Publikumsabstimmung läuft auf publikumspreis.hochparterre.ch bis Dienstag, 24. November 2026. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 1. Dezember 2026, im Museum für Gestaltung Zürich statt. Beginn ist um 19 Uhr an der Ausstellungsstrasse 60. Im Museum für Gestaltung Zürich ist zudem eine Ausstellung zu sehen, die bis 3. Januar 2027 dauert. Die ausgezeichneten Projekte publiziert Hochparterre in der Dezemberausgabe und auf hochparterre.ch.
Einige Angaben fehlen bis dahin noch. Die Abstimmungsseite nennt weder Bauherrschaften noch Projektbeschreibungen. Wer abstimmt, urteilt also vorerst auf Basis der dort publizierten Angaben. Für Fachleute, Bauherrschaften und Studierende bietet die Liste dennoch schon jetzt einen Einblick in Bauten des vergangenen Baujahrs, die von Jurymitgliedern für eine Auszeichnung vorgeschlagen wurden.
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Häufige Fragen
Was ist «Die Besten» von Hochparterre?
«Die Besten» ist die jährliche Auszeichnung der Zeitschrift Hochparterre in den Kategorien Architektur, Landschaftsarchitektur und Design. Eine Fachjury vergibt die Hasen in Gold, Silber und Bronze, zusätzlich gibt es einen Publikumspreis. In der Architektur waren 2026 Bauten in der Schweiz zugelassen, die zwischen September 2025 und September 2026 fertiggestellt wurden.
Bis wann kann man beim Publikumspreis «Die Besten 2026» abstimmen?
Die Abstimmung läuft online auf publikumspreis.hochparterre.ch bis Dienstag, 24. November 2026. Alle nominierten Projekte nehmen daran teil. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 1. Dezember 2026, im Museum für Gestaltung Zürich statt.
Ist «Die Besten» ein Architekturwettbewerb nach SIA 142?
Nein. Bei einem Wettbewerb nach SIA 142 wählt ein Preisgericht anonym eingereichte Projektvorschläge aus, bevor gebaut wird. «Die Besten» würdigt dagegen bereits fertiggestellte Bauten. Die Jurymitglieder schlagen aus den Eingaben Projekte zur Nomination vor, besichtigen Bauten vor Ort und vergeben anschliessend die Auszeichnungen.
Wer sitzt in der Jury Architektur von «Die Besten 2026»?
Die Jury wird von Palle Petersen von Hochparterre geleitet. Mitglieder sind Christine Binswanger (Herzog & de Meuron, Basel), Laurent Saurer (localarchitecture, Lausanne), Paula Sansano (Studio Sansano / affspace, Bern) und Tobias Furter (Architekturkollektiv Filiale / Lila Strauss, Luzern).
Quellen
- Publikumspreis ‹Die Besten 2026›: Nominierte Architektur – Hochparterre
- Publikumspreis ‹Die Besten 2026› – Hochparterre
- Die Besten 2026: Jurys bekannt (Urs Honegger, 5. August 2026) – Hochparterre
- Die Besten 2026: Jetzt Projekte einreichen! (Urs Honegger, 3. Juli 2026) – Hochparterre
- Architektur: Das sind die Nominierten (3. November 2026) – Hochparterre.ch
Veröffentlicht 3. Nov. 2026, 22:10 · aktualisiert 3. Nov. 2026, 22:10. Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt und redaktionell geprüft. Fehler gefunden? Redaktion kontaktieren.